Grün wie das „l“ in Google – gOS

Die amerikanische Supermarktkette WalMart macht mit einem PC auf sich aufmerksam, der mit einem freien Betriebssystem nur 199 US$ kostet. Der erste Blick mag dem Preis gelten, doch schon der zweite gilt dem Betriebssystem: Nicht eine marktgängige Linux-Distribution wie Ubuntu, Debian oder SUSE ist darauf, sondern gOS.

gOS??? Die geneigte Leserin horcht auf. Denkt sie an Google, denkt sie – zumindest nicht falsch. Das gOS ist ein vollwertiges, freies Betriebssystem, das seinen Schwerpunkt tatsächlich auf die Einbindung der Produktsuite von Google gesetzt hat (lediglich für Text und Tabellen wurde auf OpenOffice.org gesetzt – das Vertrauen in die webbasierte Anwendung „Google Text & Tabellen“ reichte wohl doch nicht aus). Das Betriebssystem, das dahinter tickt, ist im Übrigen sehr wohl Ubuntu. Der Desktop ist Enlightenment, und seine Ähnlichkeit mit Apple’s Mac OS X sicher nur Zufall.

Das „g“ soll für green stehen, nicht für Google, und das Unternehmen behauptet von sich, nichts mit dem Suchmaschinengiganten zu tun zu haben. Demnach solle es Zufall sein, daß dieser vor Jahresfrist angekündigt hatte, selbst ein Betriebssystem entwickeln zu wollen. Wie auch immer, die Fachpresse brüllte einhellig „Google-OS“…

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